Freitag, 30. September 2011

Umzug nach Banff

Nach fast 4 Wochen Urlaub und einer wirklich schönen Zeit mit meinen Freundinnen bin ich nun mit Sack und Pack gut in Banff angekommen. Nun beginnt wieder ein ganz anderes Leben und ich muss mich wieder neu eingewöhnen. Ich muss schon sagen, dass sich die ersten Tage verdammt merkwürdig anfühlen, aber den Prozess kenne ich ja nun und ich weiß genau, dass die Angelegenheit nach kurzer Zeit wieder anders aussieht.
In Banff werde ich in einem Hotel arbeiten und zwar im "housekeeping" Bereich. Das heißt nun schruppen, schruppen und noch einmal schruppen. Heute hatte ich meinen training day zusammen mit meiner Zimmergenossin, denn ich werde mir mein Zimmer mit einer Japanerin teilen. Im ersten Moment habe ich ja echt gedacht, oh je .....ob ich das alles schaffe. Aber dafür bin ich hier, genau diese Erfahrungen zu machen einmal anders zu leben und wenn man dafür Zimmer putzen muss und sich wirklich einschränken muss. Ich verstehe mich sehr gut mit meiner Zimmergenossin und man kann sich wieder austauschen und direkt neben uns wohnt eine Schwedin. Richtig Multi Kultur eben..und das mag ich. Und wenn man dann aus dem Fenster sieht und die Berge sieht oder Elche die auf der Strasse spazieren gehen weiß man genau wofür man das ganze macht. Es ist wichtig nur die positiven Dinge zu sehen.....und der job ist ja wirklich nur zum überleben.

Me and my roommate






view out of my window umgeben von den Rocky mountains

my new home


Ebenso positiv und nennenswert sind die facilities wie Squash, Tenniscourts, swimming pool und eine gym die vom Personal genutzt werden können. Nach Tagen die vielleicht nicht so anstrengend waren kann sich dann noch einmal ausgepowert werden obwohl putzen ja echt schon ein "workout" darstellt. Heute habe ich dann mal mit der Schwedin von nebenan beim squashen ausgepowert und es macht riesen Spass.Wenn man sich die Freizeit schön gestaltet kann man sich das Putzen fast wegdenken.....denn zu behaupten es würde Spass machen wäre wohl gelogen aber ich freue mich schon jetzt wenn ich zum ersten mal auf der Piste stehe und die Rockies herunterfahren werde.

Montag, 26. September 2011

Welcome in San Diego

San Diego




Nach 3 stündigem Flug bin ich in San Diego angekommen und meine Freundin hat mich nach 2 Jahren in Empfang genommen und ich muss schon sagen, dass die Vertrautheit direkt wieder da war. Aber mit den heutigen Kommunikationsmitteln, wie skype, mail und Telefon kann der Kontakt ja nicht abbrechen.
Da die Amerikaner nicht das große Glück haben wie die Deutschen 30 Tage bezahlten Urlaub zu haben muss meine Freundin tagsüber arbeiten, so dass ich San Diego auf eigene Faust erkunde.
Somit bringe ich meine Freundin gegen 9:30 Uhr ins Büro, lasse mir die Wegbeschreibung für das gesteckte Ziel ausdrucken und dann geht es on the road.
Nach 4 Monaten habe ich mich mal wieder hinter das Steuer gesetzt und bin auf den Straßen Californiens unterwegs. Anfangs etwas nervös aber nach nur kurzer Zeit habe ich mich an die amerikanischen Straßenverkehrsordnungen gewöhnt. Es gibt schon verrückte Regelungen, zB. an Kreuzungen mit 4 Stopschildern gilt: Wer zuerst hält darf zuerst fahren. Ich denke, dass dieses System in good old germany nicht funktionieren würde.
Jeden Tag unternehme ich etwas anderes wie old town city, Coronado, Balboa Park,Cabrillo Nationla Monument.







Ganz besonders liebe ich die Strandbesuche denn nur in wenigen Tagen werde ich schon die Kälte Kanadas zu spüren bekommen so dass ich nun noch die Wärme genieße.




Abends genießen wir dann die Zeit gemeinsam, gehen mit der kleinen Amy spazieren, die auch ausgewandert ist , gucken movies oder quatschen einfach nur. Eben wie früher....


Einen Teil Ihrer neuen Freunde habe ich in einer Irish bar kennengelernt und am Samstag waren wir in Los Angeles und haben ein Oktoberfest mitfeiern dürfen. War echt interessant zu sehen wie das Klischee der Deutschen, die ja scheinbar nur Lederhosen tragen und die meistens mit einem Bier in der Hand anzutreffen sind. Schon bei der Ankunft auf dem Parkplatz kam man sich vor wie in good old germany. Ein großes Festzelt war schon aus der Ferne zu sehen und natürlich die typische Blasmusik war zu hören. Oh man echt verrückt aber der Abend war einfach nur genial. Da sieht man mal wieder wie schön doch die vertrauten Sachen sind. Ein Besuch eines deutschen Supermarktes versetzte uns dann noch mehr nach Hause und ein Dauergrinsen war in unseren Gesichtern zu sehen. Eingekauft wurde deutsches Bier und die guten alten Paprikachips von Funny Frisch. Getrunken werden durfte das Bier sogar vor dem Festzelt ....eben wie in germany ohne etwas verstecken zu müssen.
Als wir dann das Festzelt betraten war alles perfekt. Eine deutsche Kapelle die extra aus germany eingeflogen wurde spielte die typischen Schützenfestlieder und sorgte für Stimmung.
Da saßen wir nun da auf unseren Bänken, neben uns Amerikaner und Japaner die echt total viel Spaß hatten. Gegessen wurde natürlich auch typisch deutsch...na ja fast denn Bretzeln wurden hier mit heißer Käsesaucce serviert. Aber ok...das schmeckt uns Deutschen ja auch.
Es wurde getanzt, gejodelt und ich denke, dass alle wirklich das Fest genossen haben. Die Amerikaner sollten nur noch lernen, dass bei uns bis in den frühen Morgenstunden gefeiert wird denn hier endete das Fest um Mitternacht.....aber es war dennoch einfach nur perfekt.






Die Zeit in San Diego war wirklich wunderbar und nun heißt es zurück nach Kanada und der workpart kann beginnen.

Sonntag, 18. September 2011

Von Raincover nach San Diego

Heute habe ich die allerletzte Nacht bei meiner hostfamily in Vancouver verbracht, denn heute geht es nach einem Abschiedsdinner mit meinen Kollegen aus dem "Black Forest" zu meiner Freundin Tina, die genau vor 2 Jahren nach San Diego in die USA ausgewandert ist. Schon oft habe ich einen Besuch geplant aber leider ist daraus nie etwas geworden aber nun ist es soweit, um 8:10 geht es mit dem Flieger Richtung Sonne.Ich habe mir gedacht, da der Winter in Banff in den Rocky mountains noch lang und hart wird ist es vielleicht genau der richtige Zeitpunkt um vorher noch einmal Sonne zu tanken und da ich ja eh derzeit arbeitslos bin bietet es sich einfach an und nach meinem kleinen trip kann ich mich dann wieder der Arbeit widmen. Ich denke, dass ich mich nach einem Job in einem Hotel umsehen werde, denn dort wird meistens gegen einen geringen Betrag ein Zimmer gestellt, so dass Geld gespart werden kann um weitere trips zu planen. Aber alles step by step......nach dem travelpart wird sich dann wieder um den workpart gekümmert.

Derzeit fühle ich mich ähnlich wie ein kleiner " Zigeuner ". Ich habe bei meiner Gastfamilie noch einige Sachen gelagert, die ich nach meinem San Diego trip abholen werde. Derzeit wandere ich von hostel zu Gastfamilie, um Taschen umzupacken und einzulagern. Vor 2 Tagen ist mein Besuch abgereist, als ich am Flughafen stand wäre ich am liebsten mitgeflogen. Nun freue ich mich meine Freundin in San Diego wiederzusehen. Dann frage ich mich.....wie schnell werde ich mich in Banff eingewöhnen und dann ist da noch das Leben in good old germany....welches wiederhergestellt werden muss. Es sind so viele Gedanken die einen beschäftigen aber ok ich werde einfach alles auf mich zukommen lassen und den Tag leben und nicht in die Zukunft schauen....denn das Kanadaprojekt ist nun einmal etwas anderes als seine feste Strukturen wie in good old germany. Aber ich denke genau wie ich es in Vancouver geschafft habe werde ich es auch in Banff meistern. Und es ist ganz gut jetzt Vancouver zu verlassen, da die Regenzeit mal wieder beginnt und man den Winter am besten in den Bergen verbringen kann mit ganz viel Schnee. Das Skifahren in den Rocky mountains soll ein Traum sein und darauf freue ich mich auch schon.


Einige Schappschüsse mit meinen Kollegen :



Donnerstag, 15. September 2011

Besuch aus Germany und Urlaub in den Rocky mountains

Moose tour 2011 Hoodapus





Am 31.08 habe ich dann nach langem Warten meine Freundin vom Flughafen abgeholt und es war echt schon ein ganz seltsames Gefühl aber echt super schön. Wir haben uns erst noch für einige Tage bei meiner Gastfamilie einquartiert und ich habe ihr etwas von Vancouver gezeigt.
Und dann ging es für 7 Tage mit dem "moose travel " Richtung Rocky mountains.
Die Truppe bestand aus 20 Leuten herkommend aus Australien, England, Ungarn der Schweiz und unsere kleine Truppe aus good old germany. So starteten wir an einem sonnigen Tag von Vancouver Richtung Shuswap Lake. Angekommen am lake haben sich einige ins Wasser gestürzt, andere spielten Fussball oder saßen einfach nur da und haben den Ausblick auf den See genossen.
Höhepunkt des Besuches war ein Ausflug mit einem Kayak auf dem See.
Nach einer kurzen Einführung wie man sich in einer schmalen, selbstgemachten Holzschale verhält ging es mit Schwimmweste auf den See. Umgeben von den Rocky mountains genossen wir den Ausblick und die Ruhe. Wir waren so umgeben von den Bergen, dass es bei einem lauten Schrei zu einem 4 fach Echo kam. Richtig genial.







Auf dem Weg nach Banff haben wir den berühmten See "Lake Louise" bewundert. Die kristallblaue Farbe und die sich im Hintergrund befindenden Rockies lassen den Betrachter erstaunen.
Wir standen da und empfanden den See als künstliche Anlage aber nein der See ist echt.

"Der Lake Louise liegt in der kanadischen Provinz Alberta im Banff-Nationalpark. Es ist ein Ort für Freizeitaktivitäten wie Wandern, Klettern, Skifahren und Kanu-Fahren. Die einzigartige türkisblaue Farbe des Sees stammt von Steinmehl, das von Gletscherschmelzwasser in den See gespült wird. Lake Louise ist nach Prinzessin Louise Caroline Alberta, einer Tochter von Königin Victoria benannt."




Am nächsten Tag führte uns der Weg dann nach Banff. Banff ist eine kleine Stadt und wirklich ein Anziehungspunkt für viele Touristen. Hier wurden verschiedene Freizeitaktivitäten angeboten und ich habe mich für einen zweistündigen Pferdeausritt entschieden. Es hat wirklich Spaß gemacht mit einem Pferd durch die Wälder Kanadas zu ziehen aber ich war auch froh, als ich den Rücken des Pferdes wieder verlassen konnte, denn so ganz wohl gefühlt habe ich mich auf den Gaul nicht.
Es war quasi ein alter Ackergaul.....und ich hatte zwischendurch echt Angst, dass er die Hindernisse nicht übersteht und unter mir zusammenbricht. Aber wir haben die tour gut überstanden sowohl das Pferd als auch ich.

Am Abend haben wir etwas die Strassen in Banff unsicher gemacht und haben das Nachtleben in Banff erkundet.




Auf dem Weg haben wir noch einen kleinen Zwischenstop in Jasper eingelegt.
"Jasper ist ein spezialisierter Gemeinde im westlichen Alberta , Kanada . Es ist das kommerzielle Zentrum des Jasper National Park , befindet sich in der kanadischen Rocky Mountains in den Athabasca River Tal.
Jasper ist 362 Kilometer (225 Meilen) westlich von Edmonton . Jasper ist 290 Kilometer (180 Meilen) nördlich von Banff, Alberta , mit dem Icefields Parkway verbindet die Stadt Jasper, um Lake Louise in Banff National Park . Es war, als eine spezielle Gemeinde am 20. Juli 2001 gegründet und die Governance von Jasper ist zwischen der Gemeinde Jasper und das gemeinsame Bundes Parks Kanada Agentur."

Das Hostel lag inmitten eines Waldes ohne Duschen und ohne fließend Wasser. Das Wasser musste von einer Pumpe geholt werden und Zähne wurden direkt in der Küche geputzt. Um das Gruppendasein zu verstärken schlief die gesamte 20 köpfige Truppe gemeinsam in einer Blockhütte und die Geräuschkulisse war in der Nacht natürlich dementsprechend groß.....schnarchenderweise. Ein Lagerfeuer wurde gezündet und bei gemütlicher Runde saßen wir da und ließen den Tag Revue passieren. War eine echt schöne Erfahrung aber zugegebenerweise waren alle froh die "Pampa" zu verlassen und wieder ein Leben mit Elektrizität und fließend Wasser zu führen.



Der letzte stop unserer Reise führte durch Kelowna.
"Kelowna ist mit über 100.000 Einwohnern die größte Stadt am Okanagansee in British Columbia, Kanada und wurde 1859 erstmals von Missionaren besiedelt und 1905 offiziell gegründet. Die Stadt ist die drittgrößte in British Columbia nach Vancouver und Victoria."

Die tour war echt super. In kurzer Zeit haben wir wirklich sehr viel gesehen. Es war auch anstrengend da Zeiten wirklich genau eingehalten werden musste und man natürlich auch sehr viel im Auto verbracht hat und das mit 20 anderen Leuten. Aber es hat wirklich sehr viel Spass gemacht und man hat zusätzlich neue Freundschaften geschlossen.

Immer wieder haben wir darüber gestaunt wie groß Canada doch ist und wie viel Wald, Seen, Wasserfälle zu sehen sind.

Nach 7 tägiger tour haben wir dann Vancouver sicher erreicht und "Raincover" hat uns wieder.

Wäre ja auch echt schade gewesen wenn mein Besuch den Regen in Vancouver nicht gesehen hätte nach 2 Wochen Sonnenschein.









Morgen wird mich meine Freundin Maria dann wieder verlassen und es heißt Abschied nehmen. Wir haben wirklich 2 wunderbare Wochen verbracht. Ist schon komisch seinen Besuch wieder gehen zu lassen aber am Sonntag werde ich dann zu meiner Freundin Tina nach San Diego in die USA fliegen die genau vor 2 Jahren ausgewandert ist. Somit habe ich kaum Zeit darüber nachzudenken wie es wäre wieder in germany zu sein, denn in solchen Momenten denkt man schon einmal wieder darüber nach wenn auch nur für kurz. Aber bald wird eine ganz neue Zeit für mich beginnen, denn ich werde Ende September Vancouver verlassen und nach Banff ziehen um dort den Winter zu verbringen.
Nun heißt es wieder eine Unterkunft zu finden und einen neuen job, denn nach 4 wöchigem travel part wird es auch für mich wieder Zeit in die Arbeitswelt zurückzukehren.